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Familie

30.01.2013


Tipps für Wanderungen mit Kindern

Wenn Familien wandern

Wenn Familien wandern, fördert das nicht nur die Entwicklung der Kinder sondern auch die Zufriedenheit der Eltern. Wenn es gut läuft. Wenn nicht, kann der Aufenthalt in der Natur alle Beteiligten zur Weißglut bringen. Aber das muss nicht sein.

Claudia Müller, kommissarische Familienwartin des Deutschen Wanderverbandes (DWV), bringt es auf den Punkt: „Familienwandern nutzt allen – den Familien, der Natur und den Vereinen.“ Und dem ehemaligen Familienwart des DWV, Bernd Euchner, zufolge trägt ein vielseitiges, bewegungsintensives und naturnahes Freizeitangebot zur Horizonterweiterung von Kindern und der Erholung der Eltern bei. Euchner betont, wie wichtig es ist, wenn Kinder und Eltern gemeinsame Erlebnisse und Erfahrungen  machen und Zeit haben, diese miteinander zu besprechen. „Kinder fühlen sich akzeptiert und angenommen, wenn Eltern ihnen Zeit schenken. Zeit für Kinder wirkt Wunder“, so der ehemalige Familienwart. Ideal seien dafür die vielseitigen Freizeitangebote der Wandervereine. Hier könnten Familien zudem Kontakte zu anderen Familien knüpfen. „Nicht unwichtig, wenn man bedenkt, dass die Lebenszufriedenheit von Menschen stark abhängig ist von vielfältigen sozialen Kontakten“, so der Experte.
Fast Allgemeingut ist heute, dass Bewegung in der Natur das motorische und geistige Wachstum von Kindern fördert. Der Autor des Buches „Mehr Matsch – Kinder brauchen Natur“, Dr. Andreas Weber, sagt dazu: „Nur im Kontakt mit der Natur entfalten sich seelische, körperliche und geistige Potenziale, die Kinder zu erfüllten Menschen werden lassen.“  Der Hamburger Forscher Prof. Dr. Ulrich Gebhard sieht in Naturerfahrungen sogar einen elementaren Baustein für die soziale Entwicklung des Menschen. Neben den zwischenmenschlichen Beziehungen könne der direkte Kontakt von Kindern mit der Natur gerade hier eine wichtige Einflussgröße sein, so Gebhard.
Hinzu kommt, dass Familien wesentlich sind für die vielerorts gewünschte Verjüngung der Wandervereine. Sie bringen neue Ideen in die Organisationen und machen diese so attraktiv für neue Mitglieder. Damit sind sie ideal, um neue Akteure für den Verein zu gewinnen.
Da ist es nur logisch, dass die Wandervereine in Deutschland dem Thema Familienarbeit in den vergangenen Jahren zunehmend Aufmerksamkeit widmen. Müller: „Es sind immer mehr Familiengruppen entstanden oder haben sich wieder neu zusammengefunden. Sie sind inzwischen zu einem festen Bestand in unserer Vereinsarbeit geworden.“
Der Schwäbische Albverein hat dieses Jahr sogar zu einem Aktionsjahr für Familien ausgerufen. Winfried Kretschmann, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, ist Schirmherr für ein Familienwochenende im Rahmen des Aktionsjahres. Kretschmann: „Der Schwäbische Albverein verbindet mit dem Familienaktionsjahr zwei zentrale Bereiche unseres alltäglichen Lebens: Familie und Natur.“ In seinem Grußwort führt der Ministerpräsident aus, wie wichtig es ist, dass Kinder einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur erlernen. Im Wandern sieht er dazu eine ideale Möglichkeit.      
Doch wie gelingt eine gute Familienarbeit in den Vereinen angesichts zunehmend steigender Ansprüche von Eltern und Kindern? Müller verweist darauf, dass von den Leitern und Betreuern heute ein Höchstmaß an Initiative, Frustrationstoleranz, Flexibilität und ständiger Belastbarkeit gefordert ist. „Und all dies in der Freizeit ohne Bezahlung mit ehrenamtlichem Engagement“, so die Familienwartin.
Schon bei der Vorbereitung einer Familienwanderung ist viel Eigeninitiative gefragt. Damit Kinder Spaß an einer Wanderung haben, ist eine gute Planung entscheidend. Sie muss die Bedürfnisse der beteiligten Kinder und Jugendlichen berücksichtigen. Ein enger Pfad, auf dem vielleicht auch einmal geklettert werden muss, ist allemal abwechslungsreicher als eine öde Forstpiste, ein Rundweg spannender als eine Streckenwanderung. Liegt dann noch ein Wasserfall, ein Bach oder eine Grillstelle am Weg, ist der Erfolg schon fast garantiert. Fließendes Wasser und Feuer üben auf Kinder eine magische Anziehungskraft aus.
Die Länge der Strecke, welche die jungen Wanderer genussvoll laufen können, hängt grundsätzlich von den Vorlieben der Kleinen ab. Zur groben Orientierung nennt der Deutsche Wanderverband eine Faustregel. Danach gilt: Lebensalter mal 1,5. Ein Sechsjähriger schafft also zum Beispiel neun Kilometer. Geht es bergauf oder bergab, entsprechen 100 Höhenmeter einem Kilometer. Ebenfalls wichtig: Die schwächsten Teilnehmer einer Wanderung bestimmen Tempo und Pausen. Deswegen bestimmen gewöhnlich die Kleinsten, zumal sie durch Hin- und Herlaufen oft den doppelten Weg zurücklegen. Eine weitere Empfehlung des Deutschen Wanderverbandes: Am besten laufen mehrere Familien zusammen. So gehen die Kinder zusammen auf Entdeckungsreise und die Eltern können sich mal ungestört austauschen. Für Abwechslung sorgen kleine Überraschungen, etwa eine plötzlich ausgerufene Schatzsuche oder ein am Wegrand gefundener Zettel mit kleinen Aufgaben. Spannend können auch Spiele und Rätsel sein. Besonders beliebt sind Naturerlebnisspiele, die Vorgänge in der Natur einfach und anschaulich darstellen. Nicht zuletzt können auch attraktive Zwischenziele wie Seen oder Ruinen die Motivation aller Beteiligten verstärken, etwa wenn sie die Fantasie anregen oder den Tag prickelnd strukturieren.