Murgtalpfad
Schwer
Auf einer Weglänge von mehr als 28 Kilometern führt uns der neu gestaltete Murgtalpfad entlang der Hauensteiner Murg aus dem Hotzenwald an den Hochrhein. Ein langer und eindrücklicher Wandertag erwartet uns in einer der schönsten Erholungslandschaften Südwestdeutschlands.
Details der Tour
Empfohlene Jahreszeit
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Besonderheiten der Tour
Aussichtsreich / Geologische Highlights / Botanische Highlights / Kulturelle Highlights
Unsere Murgtal-Wanderung beginnt am Parkplatz am Steinernen Kreuz bei Wehrhalden. Wir starten in südlicher Richtung auf der kleinen Straße Lochhäuser. Schon bald biegen wir rechts ab und erreichen rasch die Quelle der Hauensteiner Murg. Vorbei an einigen Häusern tauchen wir in den Wald ein. Ein kurzer, steiler Anstieg bringt uns rechter Hand ein paar Höhenmeter hinauf, bevor der Weg wieder sanfter wird und uns zum Pausenplatz mit herrlichem Blick auf das Schellenberger Alpenpanorama führt. Am Waldrand entlang senkt sich die Route allmählich ins Tal und führt zu den ersten Häusern von Schellenberg, wo die malerische Wendelinuskapelle einen Besuch wert ist. Unser nächstes Ziel ist Großherrischwand, wo die Glaswerkstatt und das Freilichtmuseum spannende Einblicke bieten – besonders, wenn man sich etwas mehr Zeit nehmen und zwischendurch übernachten möchte.
Wir verlassen den Ort in südlicher Richtung, überqueren eine kleine Talsenke und folgen den Markierungen zur Schutzhütte mit Infostation. Über Wiesen und durch ein kleines Waldstück gelangen wir schließlich zurück zur Murg. Nach wenigen Minuten queren wir einen ihrer Zuflüsse, dann beginnt einer der schönsten Abschnitte der Wanderung: fernab jeglicher Betriebsamkeit, immer in Flussnähe, gesäumt von kleinen Hütten und einladenden Rastplätzen. Teilweise verläuft der Weg über Holzstege, die das Naturerlebnis noch eindrucksvoller machen. Kurzzeitig folgen wir einer Asphaltstraße und steigen einige Meter bergan, bevor wir vor einem Gebäude links abbiegen. In zahlreichen Serpentinen führt der Weg eine Steilstufe hinab, gefolgt von einem weiteren Abschnitt auf Holzbohlen. So erreichen wir Lochmatt mit seiner Bushaltestelle und dem Campingplatz.
Auf dem nächsten Stück müssen wir für einige Minuten parallel zur Fahrbahn der K6533 laufen, können jedoch noch vor der Hetzlenmühle wieder auf einen Fußweg ausweichen. Ein kurzer, steiler Anstieg bringt uns auf die bewaldete Bergflanke, wo uns der Stutzhofweg am Institut für Strömungswissenschaften vorbeiführt. Ein breiter, geschotterter Forstweg leitet uns zu einer der insgesamt 33 Infostationen entlang der Strecke, die spannende Einblicke in die Geschichte und Natur des Murgtals bieten. Vom Abzweig Ripphalde geht es über eine Wiese, vorbei an einer Tankstelle und schließlich oberhalb der Murgtalstraße zum Abzweig Niedergebisbach. Hier überqueren wir die L152 und steigen auf der anderen Seite talwärts. Ein idyllischer Rastplatz mit Tisch und Bänken lädt dazu ein, das mitgebrachte Vesper zu genießen und Kraft für die nächsten Kilometer zu sammeln.
Vom Wegedreieck Am Hochsaler Wuhr wandern wir in sanftem Gefälle zur Himmelsliege am Abzweig Schattenrain. Wenig später beginnt ein besonders reizvoller Pfad, der uns entlang einer Koppel hinab zum Energiemuseum führt (Abstecher). Kurz vor dem Museum, beim alten Kraftwerk, überqueren wir die Murg auf einem Metallsteg und folgen dahinter für kurze Zeit einem Rohr nach rechts. Dies ist die Ausleitung des Hänner Wuhrs, das unseren weiteren Wegverlauf bestimmt. Der wunderschöne Murgtalpfad begleitet den künstlichen Kanal auf seinem Lauf und führt uns schließlich bis nach Hottingen. Das Dorf müssen wir der Länge nach durchqueren und zwar entlang der Giegelstraße, dann halblinks entlang der Dorfstraße und zum Wegweiser Außerdorf an der L151, die wir überqueren. Gegenüber bringt uns die Hännerstraße an den südlichen Ortsrand, ehe wir halbrechts über den Moosweg zum gleichnamigen Wegweiser gelangen.
Am nahen Pfaffensteg finden wir uns am Ufer der Murg wieder, und wer mag, kann den Fluss hier auf einer Seilbrücke queren und seine Geschicklichkeit trainieren. Unser Weg bleibt jedoch am linken Ufer der Murg, wo wir auf einem bequemen Schotterweg sanft talwärts wandern. Nach einigen Minuten durchqueren wir zwei Felsentunnels und kommen dann zum Abzweig Strahlbrusch. Rechter Hand sind es nur wenige Schritte, dann können wir einige Steinstufen aufsteigen und den Strahlbrusch genannten Wasserfall anschauen. Wer dem Stichweg noch ein Stück weit das Seitental hinauf folgt, kommt am Steinbruch Wickartsmühle zu einer Schutzhütte mit Infotafeln, welche die regionale Geologie anschaulich erläutern.
Zurück am Wegweiser Strahlbrusch setzen wir unseren Weg im Murgtal fort, wobei informativ gestaltete Wegpunkte, wie jener vom Moosteufel, das Wandern hier und da auflockern. An der Murgtalbrücke angekommen, bietet sich rechter Hand der ungemein lohnende Abstecher zur Burgruine Wieladingen an, für den wir mindestens eine Stunde Zeit einplanen sollten. Der Weg dorthin entlang der sehenswerten Lehnbachfälle gestaltet sich steil und anstrengend, auch Trittsicherheit ist hier kein Luxus, insbesondere bei nassem Untergrund. Das liebevoll hergerichtete und gepflegte Burgareal eignet sich dann ebenso wie der benachbarte Grillplatz für eine ausgiebige Rast, die wir mit einer Besteigung des Bergfrieds krönen können.
Zurück im Murgtal geht es geradeaus mit dem nächsten Anstieg weiter. Dieser führt uns zum Wegpunkt Pflanzengarten-Schloßweg, hier geradeaus und am Pflanzengarten rechts zum Abzweig Am Rentnerbänkle. Rechts führt ein Pfad durch den Wald, der sich bald zu einem butterweichen Wiesenweg weitet und die idyllisch gelegene Antoniuskapelle ansteuert. Wir befinden uns nun im Schutzgebiet Thimos, einem beliebten Naherholungsziel von Bewohnern der Hochrhein-Region. An der Kapelle gehen wir kurz links, dann gleich wieder rechts und an einigen Teichen vorbei. In der Folge wandern wir gemütlich auf Wirtschaftswegen mit einigen Richtungswechseln in südlicher Grundrichtung auf unser Ziel zu. Schließlich schicken uns die Wegweiser des Murgtalpfads auf einem rechts abzweigenden Pfad zum namensgebenden Flusslauf zurück.
Im Tal rechts, dann links zur Murghaldenbrücke und in den letzten Anstieg der gesamten Route. Auf dem Geissackerweg gelangen wir danach absteigend zur Unterführung der Schnellstraße und zum Ortsrand von Murg am Neubaugebiet. Durch dieses wandern wir zur Harpolinger Straße, wenige Minuten talwärts und dann links auf Treppenstufen zur Murg mit dem kleinen Wasserfall hinab. Ein Fußweg leitet zum zentralen Platz in der Ortsmitte mit Café und dem gegenüberliegenden Rathaus. Abschließend gehen wir durch eine Unterführung zum Wohnmobilstellplatz am Rhein und zur Murgmündung, wo der Wanderweg nach gut 28 Kilometern offiziell endet.
Speziell für Familien bieten sechs ausgeschilderte Rundwanderungen zwischen 5 und 11 km Länge zusätzliche Abenteuer.
Autorentipp
- Freilichtmuseum Klausenhof und gegenüber befindet sich die Glaswerkstatt in Herrischried Großherrischwand
- Energiemuseum, sowei die Burgruine Wieladingen
- Antoniuskapelle, Thimosweier
Ausrüstung
Wanderschuhe, dem Wetter angepasste Kleidung, Proviant und Getränke
Sicherheitshinweise
Stellenweise gibt es bei wechselhafter Witterung rutschige Passagen sowie teilweise felsige Abschnitte.