Digitalisierung im Wandertourismus

Digitale Technologie, Wetter und Witterung sowie die Entdeckertouren und das neue Magazin wanderbar! waren Themen des diesjährigen Wanderforums. Und die stießen bei dem Fachpublikum auf großes Interesse.

Die Möglichkeiten digitaler Technologien beim Thema Wandern waren ein Schwerpunkt des heutigen Wanderforums. Auch in diesem Jahr fand das traditionell während der ITB in Berlin vom Deutschen Wanderverband (DWV) und der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) veranstaltete Fachforum Wandern Pandemie-bedingt digital statt. Richard Hunkel, Leiter Open Data und Digitale Projekte bei der DZT, stellte die Vorteile der Digitalisierung im Wandertourismus vor. Um beispielsweise Künstliche Intelligenz oder andere Möglichkeiten digitaler Technologien in der wandertouristischen Vermarktung effizient einzusetzen, sei es nötig, so Hunkel, Daten aus unterschiedlichen Quellen zusammenzuführen und in einer einheitlichen Struktur auffindbar und lesbar zu machen. Um dies zu erreichen, habe die DZT das Open Data-/Knowledge-Graph-Projekt 2018 initiiert und koordiniert seither das Projekt für die deutsche Tourismuswirtschaft.

 

Anlässlich des 20-jährigen Geburtstages der Website www.wanderbares-deutschland.de in diesem Jahr stellte der DWV die Möglichkeiten der Plattform vor. Neben detaillierten Wege- und Regionen-Informationen sowie allgemeinem Wissen zum Thema bietet das Portal seit kurzem Echtzeit-Mobilitätsinformationen zu „Qualitätsgastgebern Wanderbares Deutschland“ und weiteren Punkten. Per Mausklick erscheinen alle Haltestellen in der ausgewählten Region inklusive aktueller Fahrpläne. So kommen Gäste unkompliziert und klimaschonend etwa zum Hotel aber auch zum Start einer Wanderung. Als zusätzlichen Service bietet die Website eine Verlängerung der Reportagen aus dem neuen, am 21 April erstmals erscheinenden „wanderbar! Das Magazin für WanderGlück und NaturGenuss“, welches dessen Chefredakteur und Herausgeber Uli Pramann während des Forums vorstellte und das im Rahmen einer Kooperation des NatureFitness Verlages und der DWV Service GmbH entwickelt wurde.

 

Das zweimal jährlich erscheinende Magazin sei Ergebnis des Verschmelzens der beiden Magazine Wanderbares Deutschland und Ferienwandern und biete seinen Leser*innen alle Vorteile aus beiden Welten, so Pramann. Neben spannenden Reportagen, Berichten und Insidertipps zu attraktiven Wanderregionen und Wanderwegen enthält das neue Magazin ein Gastgeberverzeichnis mit wanderfreundlichen Unterkünften sowie Wanderreiseangebote in Deutschland und im übrigen Europa. Mit einer Auflage von 63.500 Exemplaren erreicht wanderbar! Pramann zufolge durch Mehrfachnutzungen wegen eines hohen Weitergabefaktors und einer langen Verweildauer in den Haushalten 255.000 Leser*innen.

 

Neu sind auch die „Qualitätswege Wanderbares Deutschland“ mit dem Namen „entdeckertour“, über die DWV-Wegeexpertin Liane Jordan informierte. Diese kurzen Qualitätswege sind besonders erlebnisreich und sollen helfen, die regionale Identität in der jeweiligen Region zu unterstützen. Getragen werden diese Wege laut Jordan von Kooperationen zwischen der Wegebetreiberin oder dem Wegbetreiber mit zum Beispiel dem Heimatverein, der Gastronomie oder einem Museum. Jordan: „Und diese Kooperationen muss nicht nur auf der Infotafel am Wegesrand zu erkennen sondern unterwegs praktisch erlebbar sein.“

 

Mit Spannung von den rund 350 Teilnehmenden erwartet wurden in diesem Jahr die Ergebnisse des aktuellen Wandermonitors, der sich 2020/2021 mit dem Thema „Einfluss von Wetter bzw. Witterung auf Entscheidungsprozesse“ beschäftigt und auf der Auswertung von rund 2.500 Fragebögen fußt. Professor Heinz-Dieter Quack von der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften berichtete während des Forums außerdem, dass die Wanderintensität auch derjenigen Personen, die schon vor der Pandemie wanderten, in den Jahren 2020 und 2021 nochmals gestiegen ist. Auch gibt es laut Wandermonitor einen Zusammenhang zwischen pandemiebedingten Beschränkungen im Sport- und Freizeitbereich und dem Zeitpunkt der Wanderungen im Jahresverlauf: je restriktiver die jeweiligen Beschränkungen, desto mehr Wandernde. Davon unabhängig, so Quack, sei die durchschnittlich je Wanderung zurückgelegte Wegstrecke im Vergleich zum Vorjahr 2021 ein weiteres Mal gesunken.

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Jens Kuhr