Dirk Landau, frisch gewählter Präsident des Deutschen Wanderverbandes: „Die ausgezeichneten Projekte zeigen, wie vielfältig Wandern sein kann. Ein Weg kann historische Spuren erschließen, zur Begegnung mit anderen Menschen führen oder Raum für Stille und persönliche Besinnung schaffen. Gerade diese Verbindung macht kulturelle Wanderangebote für unsere Vereine wertvoll.“
Vier weitere Bewerbungen erhielten eine lobende Anerkennung. Die Wanderfreunde Hamburg wurden für ihre Duckdalbentour gewürdigt, die eine diakonische Einrichtung der Deutschen Seemannsmission, eine aufgelassene Kirche und den Friedhof von Altenwerder verbindet. Die Abteilung Reichenbach des Vogtländer Gebirgs- und Wanderverbandes überzeugte mit dem Jakobsweg Lengenfeld und dem festen Ritual, das Wanderjahr mit dem Besuch einer Kirche und kulturhistorischen Erläuterungen abzuschließen. Die Sektion Amberg des Bayerischen Waldvereins erhielt Anerkennung für eine Gedächtniswanderung für einen verstorbenen Vereinskameraden. Die SGV-Abteilung Münster wurde für fünf Wanderungen im Jahresprogramm 2025/2026 gewürdigt, darunter eine kulturhistorisch erläuterte Wanderung zu drei Kreuzwegen.
Ziel des jährlichen DWV-Kulturthemenwettbewerb ist es, die Verbindung von Wandern und Kulturerlebnissen stärker ins Bewusstsein zu rücken und die vielfältigen Ansätze der DWV-Mitgliedsvereine sichtbar zu machen. Im vergangenen Jahr stand der Wettbewerb unter dem Motto „Bedeutende Persönlichkeiten“. Es gewann der Fichtelgebirgsverein mit dem Jean-Paul-Weg. Auch die kommenden Themen stehen bereits fest. 2027 lautet das Thema „Kultur für junge Wandernde“, 2028 „historische Handels- und Wirtschaftswege“ und 2029 stehen „Wassernutzung und Wasserhaltung“ im Mittelpunkt.