Steinmeier würdigt Ehrenamt

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am 24. Juli bei einer Wanderung im Erzgebirge das ehrenamtliche Engagement in den Wandervereinen als wichtigen Beitrag für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt gewürdigt. Die Tour fand bewusst in der Region statt, die im September Gastgeber des 123. Deutschen Wandertages sein wird.

Wanderung mit Bundespräsident Steinmeier
Wanderung mit Bundespräsident Steinmeier | © Deutscher Wanderverband

„Schöner kann ein solcher Tag, eine solche Wanderung gar nicht sein.“ Mit diesen Worten hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am 24. Juli seine Wanderung vom Auersberg hinab zur Erlebnisköhlerei Sosa im Erzgebirge zusammengefasst.

 

Nach rund zehn Kilometern besuchten Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der Präsident des Deutschen Wanderverbandes, Dr. Michael Ermrich, sowie weitere Vertreter aus Verband und Politik die Erlebnisköhlerei. Nicht weit von der Köhlerei schraubte der Bundespräsident als Schirmherr des Deutschen Wanderverbandes eine neue Wegemarkierung für den europäischen Fernwanderweg E3 an einen Wegweiser und würdigte damit stellvertretend das Engagement der vielen Ehrenamtlichen, die Deutschlands Wanderwegenetz pflegen und Wandervereine mit Leben erfüllen. Der Bundespräsident dankte den zahlreichen Ehrenamtlichen, „die Tag für Tag an vielen Wochenenden dafür sorgen, dass wir unsere Wege finden im Wald, auf der Flur und im Gebirge."

 

Die gemeinsame Wanderung unterstrich die gesellschaftliche Bedeutung eines Engagements, das weit über die Freizeitgestaltung hinausreicht. Wandervereine schaffen Begegnungen zwischen Menschen unterschiedlicher Generationen und Herkunft, stärken das Miteinander vor Ort und leisten einen Beitrag zum Erhalt von Natur und Kulturlandschaften. Zugleich sind sie Orte gelebter Demokratie. Entscheidungen werden gemeinsam getroffen, Verantwortung wird geteilt und Gemeinsinn praktisch gelebt.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat diese Bedeutung des Ehrenamts in den vergangenen Jahren immer wieder hervorgehoben. Auch in Eibenstock unterstrich Steinmeier die Rolle freiwilligen Engagements für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Dieses Engagement mache die Stärke Deutschlands aus, es sei das stabile Rückgrat unserer Demokratie. Der Besuch des Bundespräsidenten fügte sich zugleich in eine Haltung ein, die der Deutsche Wanderverband 2024 mit seinem Positionspapier „Klare Haltung für Vielfalt, Demokratie und gegen Extremismus“ bekräftigt hat. Der Bundespräsident wirbt seit vielen Jahren dafür, Demokratie, Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt aktiv zu verteidigen. Ziel sei es, dauerhaft frei und in Respekt voreinander zusammenzuleben. Diese Grundüberzeugung verbindet sich mit dem Selbstverständnis des Deutschen Wanderverbandes, der Wandervereine als Orte der Begegnung, der Mitwirkung und des demokratischen Miteinanders versteht.

 

DWV-Präsident Dr. Michael Ermrich sagte: „Wandern verbindet Menschen, stärkt die Gesundheit und schafft Verständnis für den Wert unserer Natur. Wer Landschaft bewusst erlebt, entwickelt auch Verantwortung für ihren Schutz. Gleichzeitig profitiert gerade der ländliche Raum wirtschaftlich vom Wandertourismus. Dass der Bundespräsident dieses Engagement würdigt, ist eine große Anerkennung für die vielen Ehrenamtlichen in unseren Mitgliedsorganisationen, die dieses Angebot Tag für Tag ermöglichen.“

 

Die Wanderung war zugleich der inoffizielle Auftakt für den 123. Deutschen Wandertag, den Kurort Oberwiesenthal vom 24. bis 27. September gemeinsam mit zahlreichen Partnern im Erzgebirge ausrichtet. Dass die Wanderung des Bundespräsidenten in diesem Jahr bewusst in der Gastgeberregion des Deutschen Wandertages stattfand, unterstreicht die bundesweite Bedeutung des größten Wanderfestes Deutschlands.

 

Jens Benedict, Bürgermeister von Kurort Oberwiesenthal, überreichte dem Bundespräsidenten und seiner Frau Elke Büdenbender die offiziellen Wandertagssocken, die alle Teilnehmenden gemeinsam mit ihrer Wandertagsplakette erhalten. Während der Wanderung warb Steinmeier für das größte Wanderfest Deutschlands.

 

Benedict sieht in der Bundespräsidentenwanderung und dem bevorstehenden Deutschen Wandertag ein gemeinsames Signal für das Erzgebirge. „Die Veranstaltung macht unsere Stadt und das Erzgebirge weit über Deutschland hinaus sichtbar und lädt Gäste ein, Natur und Kultur unserer Region kennenzulernen. Gleichzeitig zeigt sie, wie eng Ehrenamt, Wandern und Tourismus zusammengehören. Der Deutsche Wandertag bringt die ehrenamtliche Wanderbewegung aus ganz Deutschland zum Austausch zusammen und schafft zugleich wichtige Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Region.“
 

 

Pressekontakt: Jens Kuhr, Tel. 05 61 / 9 38 73-14, E-Mail: j.kuhr@wanderverband.de

 

Der Deutsche Wanderverband (DWV) ist eine starke Lobby für Wan-dern, Wege, Naturschutz und Kultur. Seit 1883 vertritt der DWV die Interessen seiner rund 70 landesweiten und regionalen Gebirgs- und Wandervereine und ist bundesweit ein anerkannter Fachverband für Nachhaltigkeit, Wegearbeit, Ausbildung und bürgerschaftliches Enga-gement. Als anerkannter Naturschutzverband ist ihm der achtsame Umgang mit der Natur ebenso wichtig, wie das Naturerleben.