Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat diese Bedeutung des Ehrenamts in den vergangenen Jahren immer wieder hervorgehoben. Auch in Eibenstock unterstrich Steinmeier die Rolle freiwilligen Engagements für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Dieses Engagement mache die Stärke Deutschlands aus, es sei das stabile Rückgrat unserer Demokratie. Der Besuch des Bundespräsidenten fügte sich zugleich in eine Haltung ein, die der Deutsche Wanderverband 2024 mit seinem Positionspapier „Klare Haltung für Vielfalt, Demokratie und gegen Extremismus“ bekräftigt hat. Der Bundespräsident wirbt seit vielen Jahren dafür, Demokratie, Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt aktiv zu verteidigen. Ziel sei es, dauerhaft frei und in Respekt voreinander zusammenzuleben. Diese Grundüberzeugung verbindet sich mit dem Selbstverständnis des Deutschen Wanderverbandes, der Wandervereine als Orte der Begegnung, der Mitwirkung und des demokratischen Miteinanders versteht.
DWV-Präsident Dr. Michael Ermrich sagte: „Wandern verbindet Menschen, stärkt die Gesundheit und schafft Verständnis für den Wert unserer Natur. Wer Landschaft bewusst erlebt, entwickelt auch Verantwortung für ihren Schutz. Gleichzeitig profitiert gerade der ländliche Raum wirtschaftlich vom Wandertourismus. Dass der Bundespräsident dieses Engagement würdigt, ist eine große Anerkennung für die vielen Ehrenamtlichen in unseren Mitgliedsorganisationen, die dieses Angebot Tag für Tag ermöglichen.“
Die Wanderung war zugleich der inoffizielle Auftakt für den 123. Deutschen Wandertag, den Kurort Oberwiesenthal vom 24. bis 27. September gemeinsam mit zahlreichen Partnern im Erzgebirge ausrichtet. Dass die Wanderung des Bundespräsidenten in diesem Jahr bewusst in der Gastgeberregion des Deutschen Wandertages stattfand, unterstreicht die bundesweite Bedeutung des größten Wanderfestes Deutschlands.
Jens Benedict, Bürgermeister von Kurort Oberwiesenthal, überreichte dem Bundespräsidenten und seiner Frau Elke Büdenbender die offiziellen Wandertagssocken, die alle Teilnehmenden gemeinsam mit ihrer Wandertagsplakette erhalten. Während der Wanderung warb Steinmeier für das größte Wanderfest Deutschlands.
Benedict sieht in der Bundespräsidentenwanderung und dem bevorstehenden Deutschen Wandertag ein gemeinsames Signal für das Erzgebirge. „Die Veranstaltung macht unsere Stadt und das Erzgebirge weit über Deutschland hinaus sichtbar und lädt Gäste ein, Natur und Kultur unserer Region kennenzulernen. Gleichzeitig zeigt sie, wie eng Ehrenamt, Wandern und Tourismus zusammengehören. Der Deutsche Wandertag bringt die ehrenamtliche Wanderbewegung aus ganz Deutschland zum Austausch zusammen und schafft zugleich wichtige Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Region.“
Pressekontakt: Jens Kuhr, Tel. 05 61 / 9 38 73-14, E-Mail: j.kuhr@wanderverband.de
Der Deutsche Wanderverband (DWV) ist eine starke Lobby für Wan-dern, Wege, Naturschutz und Kultur. Seit 1883 vertritt der DWV die Interessen seiner rund 70 landesweiten und regionalen Gebirgs- und Wandervereine und ist bundesweit ein anerkannter Fachverband für Nachhaltigkeit, Wegearbeit, Ausbildung und bürgerschaftliches Enga-gement. Als anerkannter Naturschutzverband ist ihm der achtsame Umgang mit der Natur ebenso wichtig, wie das Naturerleben.