Projekt WaldWegweiser
Open Data und digitale Lenkung für Waldbesucher*innen
- Handlungsbedarf, Reglungsmöglichkeiten Und Kommunikation im Wald
Ziel und Ansatz des Projekts
Der Wald ist Lebensraum, Wirtschaftsraum und Erholungsraum zugleich – und damit ein Ort vielfältiger Interessen. Das vom Deutschen Wanderverband (DWV) durchgeführte Projekt „WaldWegweiser“ hat sich zum Ziel gesetzt, diese unterschiedlichen Ansprüche – von Forstwirtschaft, Waldbesitz, Erholungsuchenden, Naturschutz und Tourismus – über den Projektzeitraum von Februar 2023 bis November 2025 hinaus besser miteinander zu verbinden.
Wälder stehen zunehmend unter Druck: Klimawandel, neue Freizeitformen und die weite Verbreitung digitaler Outdoorplattformen zur Navigation verändern ihre Nutzung. Der WaldWegweiser möchte hier Lösungen bieten – durch bessere Kommunikation, gemeinsames Handeln und eine zeitgemäße, digital gestützte Besucherlenkung.
Im Mittelpunkt steht ein gutes Miteinander im Wald.
Drei Modellregionen – gemeinsames Lernen
In drei Modellregionen – Gehn und Westliches Wiehengebirge (Niedersachsen), Selketal im Ostharz (Sachsen-Anhalt) und Rohrhardsberg im Hochschwarzwald (Baden-Württemberg) – wurden regionale Herausforderungen untersucht und konkrete Lösungsansätze erarbeitet.
In insgesamt zehn Workshops wurden Vertreter*innen aus Forst, Waldbesitz Naturschutz, Tourismus, Kommunen und Wandervereinen zusammengebracht. Gemeinsam wurden Konflikte analysiert, analoge und digital verfügbare Wege abgeglichen und Strategien für eine bessere Zusammenarbeit rund um die Kommunikation mit Erholungsuchenden entwickelt. Daraus entstanden praxisnahe Empfehlungen, die auch in andere Regionen übertragbar sind.
OpenStreetMap – Brücke zwischen Karte und Outdoor-Apps
Ein zentrales Element des Projekts ist die Arbeit mit OpenStreetMap (OSM), der offenen digitalen Weltkarte, vielen digitalen Outdoorplattformen als Datenbasis dient.
Aktuelle und gut gepflegte OSM-Daten ermöglichen eine zielgerichtete Besucherlenkung – ohne erhobenen Zeigefinger. Durch ein anschauliches OSM-Tutorial unterstützt der WaldWegweiser Akteur*innen dabei, Wege korrekt einzutragen und das Routing auf Outdoorplattformen wie komoot oder Outdooractive zu verbessern. So gelangen Wandernde, Mountainbikende und andere Natursporttreibende künftig automatisch auf abgestimmte, naturverträgliche Routen.
Das digitale Beratungstool
Alle Projektergebnisse fließen in das vor Ihnen liegende digitale Beratungstool ein.
Es bietet:
- praxisnahe Lösungsansätze und Handlungsempfehlungen,
- Praxisbeispiele aus dem In- und Ausland,
- Wissensimpulse zu Netzwerken, Waldfunktionen und Besucherlenkung,
- sowie ein leicht verständliches OpenStreetMap-Tutorial.
Das Tool unterstützt Kommunen, Forstbetriebe, Naturparke und Ehrenamtliche dabei, Konflikte im Wald zu vermeiden, Wegearbeit zu digitalisieren und die Kommunikation zwischen den Akteursgruppen zu verbessern.
Unterstützung mit Iframe oder per Link
Gerne können Sie mit einem responsiven Banner per Iframe auf Ihrer Internetseite auf das Tool WaldWegweiser.info verlinken.
Um den Banner einzubinden, fügen Sie folgenden HTML-Code an der gewünschten Stelle Ihrer Seite ein:
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src="https://www.wanderverband.de/waldwegweiser-banner/banner.html"
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Wir stellen Ihnen dafür vier vorbereitete Banner-Grafiken zur Verfügung, die Sie über folgende Links herunterladen können:
Alternativ können die Grafiken auch verwendet werden, um auf die Zielseite
https://www.waldwegweiser.info zu verlinken bzw. auf die Domain weiterzuleiten.
Wirkung und Ausblick
Der WaldWegweiser zeigt: Viele Herausforderungen im Wald entstehen nicht durch Gegensätze, sondern durch fehlende Abstimmung. Mit den richtigen Kommunikationswegen, einem gemeinsamen digitalen Verständnis und handlungsfähigen Netzwerken bietet das Projekt Werkzeuge, die ein respektvolles Miteinander im Wald sichern können – heute und in Zukunft.
Förderung
Gefördert wurde das Projekt mit Mitteln des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR). Darüber hinaus ist das Projekt dem „Handlungsfeld Wald und Holz in der Gesellschaft“ der Charta für Holz 2.0 zugeordnet.